Patenbitten mit den Etzenrichter Kirwaleit – Freundschaft, Tradition und jede Menge Gaudi
- Luisa Auer
- vor 2 Tagen
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Dass aus einer Patenschaft weit mehr als nur eine Unterschrift werden kann, beweisen wir und die Etzenrichter Kirwaleit inzwischen schon seit einigen Jahren. Bereits zu unserem Kirwajubiläum 2022 erklärten sich unsere Freunde aus Etzenricht bereit, an unserer Seite zu stehen. Seitdem ist aus der Verbindung eine echte Freundschaft entstanden, die bei zahlreichen gemeinsamen Ausflügen und unzähligen geselligen Stunden immer weiter gewachsen ist.
Zum 10-jährigen Bestehen und der anstehenden Jubiläumskirwa wollten sich die Etzenrichter revanchieren und drehten kurzerhand den Spieß um. Am 13. Juni 2026 machten sie sich deshalb zu Fuß auf den Weg nach Weiherhammer. Mit Blaskapelle, einem Fass Bier und bester Stimmung marschierten sie auf den Rathausplatz und stellten dort die Frage aller Fragen:
„Möchtet ihr unsere Paten werden?“
Dass man sich eine Zusage bei uns aber erst verdienen muss, dürfte mittlerweile bekannt sein. Also warteten einige Aufgaben auf unsere Freunde, bei denen sich Weiherhammerer und Etzenrichter Traditionen munter vereinten. Heraus kam eine gelungene Mischung aus Kirwaolympiade und Bärentreiben.
Die erste Herausforderung wartete direkt am Rathaus. Zu den Klängen der Blaskapelle musste eine Sternpolka getanzt werden – allerdings immer paarweise, mit je einem Etzenrichter und einem Weiherhammerer. Dank jahrelanger Übung auf den Tanzflächen der Oberpfalz wurde diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.
An der Turnhalle ging es anschließend ans Eingemachte. Dort stand bereits die Wettkampftruppe der Etzenrichter Feuerwehr bereit, um sich mit den Kirwaleit beim traditionellen Wettessen zu messen. Auf dem Speiseplan standen Harzer Käse, Ingwer, Calippo-Eis, Knoblauch und als krönender Abschluss eine Flasche Babymilch. Keine leichte Kost – doch die Kirwaleit zeigten sich äußerst bissfest und konnten ihre Dorfkameraden hinter sich lassen.
Danach führte der Festzug zur Station „Istanbul“ in den Garten unseres zweiten Vorstandes Georg. Bei Pizzasemmeln, Shishas und entspannter Biergartenatmosphäre durfte kurz verschnauft werden. Ganz ohne Anstrengung ging es allerdings nicht. Die Etzenrichter Vorstandschaft musste ihr Wissen über unsere Kirwa unter Beweis stellen. Bei fünf Schätzfragen wurde fleißig geraten – mal näher dran, mal etwas kreativer. Zumindest wissen jetzt alle Beteiligten, dass unser Bier für den Kirwabierbaum doch nicht mit 100 Bar durch die Leitungen schießt.
Noch immer begleitet von der Blaskapelle setzte sich der Festzug in Richtung evangelisches Gemeindehaus in Bewegung. Dort wartete die letzte Prüfung – und die hatte es in sich. Beim traditionellen Holzscheitelknien war den Etzenrichtern anzusehen, dass sie ihre Entscheidung vielleicht kurz hinterfragten. Aber es hat schließlich niemand behauptet, dass man sich seine Paten im Vorbeigehen sichert. Trotz schmerzender Knie bewiesen sie Durchhaltevermögen und brachten sogar noch ein Bier in ihrer durchaus unbequemen Lage runter.
Damit war die Mission erfolgreich abgeschlossen. Die Patenschaftsurkunden konnten feierlich unterzeichnet werden und anschließend ließ man den Abend gemütlich ausklingen.
Wieder einmal wurde deutlich, dass aus Traditionen, gemeinsamen Erlebnissen und einer gehörigen Portion Gaudi echte Freundschaften entstehen. Wir freuen uns riesig, unseren Freunden aus Etzenricht als Paten zur Seite zu stehen und noch viele Kirwan gemeinsam unsicher zu machen.
Auf viele weitere Jahre voller Kirwafreude, guter Geschichten und genügend Sitzfleisch – denn wer weiß, wann das nächste Holzscheitelknien ansteht!

















